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[ 28.07.2010 ]

Industrie: Arbeitszeitverkürzung wäre massive Gefährdung von Arbeitsplätzen

IV-Vize-GS Koren: Gewerkschaftsvorschläge „gefährlicher Irrweg" - Industrie hat ihren Beitrag in Krise geleistet - Arbeitszeitflexibilisierung dringend notwendig

Wien (PdI) Die Forderungen der Gewerkschaft nach einer Arbeitszeitverkürzung bei

vollem Lohnausgleich „sind ein gefährlicher Irrweg. Die Gewerkschaft scheint bestrebt zu

sein, alles zu unternehmen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu gefährden", so der Vize-

Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Ing. Peter Koren. In einzelnen

Unternehmenseinheiten könne eine Arbeitszeitverkürzung spezifisch funktionieren und

werde dort von der Industrie auch mitgetragen, allerdings sei „es schlichtweg naiv zu

glauben, dass grundsätzlich durch eine Arbeitszeitverkürzung Arbeit einfach auf mehr

Arbeitskräfte verteilt werden kann." In der derzeit sensiblen Phase - ein selbsttragender

Aufschwung sei noch nicht in Sicht, das Produktionsniveau vor der Krise werde man in

manchen Branchen frühestens 2013 erreichen - ein derartiges Belastungspaket für die

heimischen Unternehmen zu fordern, sei „ein Job-Vernichtungsprogramm der

Spitzenklasse." Die heimische Gewerkschaft sei derzeit die einzige in Europa, die derart

„rückwärtsgewandte Forderungen erhebt. Dieses sommerliche ‚Wünsch-dir-was'-Konzert

wird es aber nicht spielen", so Koren.

 

Denn würde man diesen Irrweg beschreiten, „würde das die Standortqualität Österreichs

stark beeinträchtigen - ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen wäre vorprogrammiert." Mit

diesem „Job-Vernichtungsprogramm" richte sich die Gewerkschaft somit gegen die

Interessen ihrer eigenen Mitglieder, wie Koren unterstrich. Eine Reihe von Studien "sowie

das abschreckende Beispiel Frankreich" belege, dass eine Arbeitszeitverkürzung kein

wirksamer Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei, sondern im Gegenteil Jobs

vernichte. „Die Arbeitgeberseite hat ihren Teil der Abmachung im Rahmen der KVVerhandlungen

erfüllt", so Koren mit Verweis etwa auf die Höhe des Abschlusses, der als

Vorleistung für eine Lösung bei der Arbeitszeitflexibilisierung getätigt wurde. „Gerade in der

aktuellen Situation, in der sich der globale Standort-Wettbewerb ständig zuspitzt, ist die

Arbeitszeitflexibilisierung ein Gebot der Stunde", so Koren.

 

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