|
[ 16.07.2010 ]
Windenergie stärkt IllwerkeIllwerke-Position in der Energievermarktung durch neue Vereinbarung gestärkt.Im Zuge einer neuen Handhabungsvereinbarung haben die Illwerke gestern 50 Prozent der Vermarktung von Spitzen- und Regelenergie aus der Werksgruppe Obere Ill-Lünersee übernommen. Landeshauptmann Herbert Sausgruber, die Illwerke/ VKW-Vorstände Ludwig Summer und Christof Germann sowie der Vorstandsvorsitzende der EnBW Energie Baden-Württemberg, Hans-Peter Villis, unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Die Illwerke würden dadurch eine „historische Chance" wahrnehmen, hieß es vonseiten der Beteiligten. Bisher belief sich die Aufteilung laut Illwerke-Vorstand Ludwig Summer auf 30 zu 70 (Land/ VKW zu EnBW)
Illwerke-Energie ist „gefragt" Seit 2001 habe sich in Deutschland ein offener Markt für Regelenergie entwickelt. „Diese Entwicklungen ermöglichen eine direkte wertgerechte Vermarktung der Illwerke-Energie als Spitzen- und Regelenergie auf internationaler Ebene", so Landeshauptmann Sausgruber, der die „starke Position" der Illwerke hervorhebt. Die Illwerke-Energie sei auf Europas Strommarkt „gefragt wie selten zuvor", stellte Summer fest. Der wichtigste Grund dafür sei der starke Ausbau der Windenergie in Deutschland, die jedoch in der Produktion nur schwer prognostizierbar sei. Als Ausgleich zur Stabilisierung der Netze seien daher große Speicher und Regelenergie nötig.
Neuer Vertrag wurde notwendig Der am 28. März 1988 geschlossene Tauschvertrag der VKW mit der damaligen Energieversorgung Schwaben (EVS), heute EnBW, war heuer ausgelaufen. Seit 1. April 2010 vermarkten die Illwerke bereits operativ die Strombezugsrechte des Landes Vorarlberg an der Werksgruppe Obere Ill-Lünersee. Die Risiken und Chancen aus der Vermarktung seien durch die Entscheidung des Landes Vorarlberg, die Strombezugsrechte von den VKW auf die Illwerke zu übertragen, nun im selben Unternehmen verbunden, so Jakob Netzer, Leiter der Unternehmensentwicklung. Die VKW werden die operative Stromhandelstätigkeit an der Strombörse als Dienstleister für die Illwerke durchführen.
Krisenfunktion „unberührt" Die Krisenfunktion der Illwerke für die Landesversorgung bleibe durch die neue Vereinbarung unberührt. Die Kraftwerke der Gruppe Obere Ill-Lünersee liegen im Montafon und produzierten 2009 rund 2090 Mill. Kilowattstunden Strom. Die wichtigsten Stromabnehmer sind die EnBW - mit rund 36 Prozent zweitgrößter Aktionär der niederösterreichischen EVN -, das Land Tirol und das Land Vorarlberg bzw. die VKW. [ VN ]
|
|