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[ 03.07.2010 ]

A.M.I.: Hochtechnologie für Operationssäle

Innovative Köpfe

Mathias Wirbel ist Produktentwickler beim weltweit tätigen Medizintechnikunternehmen A.M.I.

„Ich stamme aus einer Ärztefamilie, und schon während meines Studiums an der Fachhochschule in Dornbirn hatte ich großes Interesse an der Medizin." So Dipl.-Ing. (FH) Mathias Wirbel. Er ist seit vier Jahren einer von drei Produktentwicklern beim weltweit tätigen Feldkircher Medizintechnikunternehmen A.M.I. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Fertigung von Instrumenten für die Allgemein-Chirurgie, die Behandlung von Hämorrhoidalleiden, aber auch auf Implantate wie einen „Magenring" spezialisiert. Besondere Kompetenz hat A.M.I. bei der Behandlung von Harn­inkontinenz, im Besonderen Schlingen bei Frauen und ein einfach zu implantierender, hoch wirksamer Sphinkter-Ersatz beim Mann zur Behandlung von Inkontinenz nach radikaler Prostata-Entfernung. „Viele neue Produktideen werden von den Chirurgen an uns herangetragen. Wir prüfen dann die Möglichkeit der technischen Machbarkeit und der medizinischen Sinnhaftigkeit. Dazu klären wir mögliche Märkte, führen Patentrecherchen durch und entscheiden dann, ob wir daraus ein Produkt machen oder eben auch nicht", schildert Wirbel. Er selbst war maßgeblich an der Entwicklung des Produktes „VeinX" beteiligt, einem Instrument zu Behandlung von Seitenastkrampfadern. Dieser Entscheidungsprozess von der ersten Idee bis zur Serienreife dauert im Schnitt rund ein Jahr.

 

Rasante Entwicklung

„Die Eintrittsbarriere in den Markt ist sehr hoch, denn die Medizintechnik entwickelt sich rasant, und wir kämpfen gegen eine riesige Konkurrenz, auch gegen große Konzerne. Andererseits haben wir wieder die Vorteile eines Mittelbetriebs - zum Beispiel unsere Schnelligkeit und auch, dass wir uns auch in Nischen bewegen können. Wir können zwar nicht in Großserien produzieren, aber unsere Stärke und unser Verkaufsargument ist der innovative Vorsprung unserer Produkte." Die A.M.I. GmbH als stark exportorientiertes Unternehmen hat Tochterbetriebe als Verkaufsniederlassungen in Frankreich und Deutschland. Im Rest der Welt erfolgt der Vertrieb über Vertragshändler. Die Verkäufer bekommen im Betrieb eine medizinische Grundausbildung, zusätzlich hat die Firma einen medizinischen Beirat. „Die Medizintechnik ist ein sehr schnelllebiger Markt. Wir müssen ständig an den neuesten Entwicklungen im Bereich der Technologie, des Materials, aber auch der Fertigungstechnik dranbleiben und dürfen keinen Zug verpassen. Es geht aber nicht nur um die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch um die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender Produkte", erklärt Wirbel. Auch die Zulassung der Produkte in den verschiedenen Exportländern ist ein großes Thema, weil die dazu bestehenden gesetzlichen Bestimmungen sehr unterschiedlich sind und beinahe täglich komplexer werden.


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