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[ 23.04.2010 ]
Neues kompaktes WohnenSchertler/Alge vermarktet mit „Quadrangle Housing" eine Alternative zum Einfamilienhaus.Grundsparend. „Quadrangle Housing" nennt sich das Wohnkonzept von Univ.-Prof. Dr. Carl Pruscha, dem früheren Rektor der Akademie der bildenden Künste in Wien, mit dem er zusammen mit Architekt Franz J. Loranzi der immer mehr um sich greifenden Vergeudung und Verhüttelung der Landschaft entgegenwirken will. In diesem Zusammenhang verweist Pruscha auch auf das Vorarlberger Rheintal. Realisiert werden soll das Projekt mit S+B Plan & Bau. Das ist eine Wiener Tochterfirma von Schertler und Alge in Lauterach. Derzeit wird ein geeignetes Grundstück gesucht. Mit dem Konzept wird von Einfamilienhäusern in „Villenform" abgegangen, die sowohl zu ökonomischen als auch zu ökologischen Problemfällen werden. Pruscha: „Ein freistehendes individuelles Wohnhaus hat einen Grundanteil von 400 bis 500 m2, während unser Wohnhaus mit weniger als 150 m2 auskommt." Das neue Konzept bietet „Haus und Hof" auch mitten in der Stadt. „Es handelt sich um eine kompakte Lösung im verdichteten Wohnbau mit den Vorteilen eines Einfamilienhauses", erklärt Pruscha zu den „VN". Durch Innenhöfe und Terrassen ergeben sich offene Lebensräume.
Beton- und Holzleichtbau Im Gegensatz zur klassischen, linearen Reihenhaus-Anlage geht das Hofhaus in die Höhe. Das Hofhaus, das im kombinierten Beton und Holzleichtbau errichtet wird, garantiert eine energie- und kosteneffiziente Bauweise. Es setzt sich einerseits aus massiven, vor Ort erstellten Umfassungswänden aus Beton (Speicher), andererseits aus einer vorfabrizierten Holzkonstruktion mit gedämmter Gebäudehülle, bestehend aus Holzelementen in optimierter Niedrigenergiehausqualität zusammen. Zum Hof hin, vorwiegend in südlicher Ausrichtung, orientieren sich großzügige Öffnungen mit rahmenloser Zweischeibenverglasung. Die klare Trennung der beiden Baukomponenten steigert die Kosteneffizienz.
Drei Prototypen Entwickelt wurden drei dreigeschossige Prototypen, einer ist auch für geneigtes Gelände geeignet. Sie haben eine Grundfläche von 129,92 bis 145,43 m2. Der hohe Vorfertigungsgrad der Holzkonstruktion und der Holzelemente garantiert eine präzise und bauphysikalisch einwandfreie Herstellung der Hofhäuser in verkürzter, kostensparender Bauzeit. Zusätzlich schaffen die Holzelemente einen hohen Flexibilitätsfaktor sowie angenehmes Raum- und Wohnklima. Durch die verdichtete Bauweise kann eine deutliche Einsparung der Baukosten gegenüber einem freistehenden Einfamilienhaus erzielt werden. Alleine die Anschlusskosten haben ein Einsparungspotenzial von 80 Prozent. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der vielseitigen Erweiterung in der Clusterbildung. Anlagen mit bis zu 108 Hofhäusern und mehr sind ohne weiteres ausführbar und würden in dieser Größenordnung zudem erhebliche Kosteneinsparungen mit sich bringen. Die Wärmeversorgung erfolgt dezentral und wird durch ein zentrales Blockheizkraftwerk für Wärme- und Stromerzeugung ergänzt. Generalplaner des bei einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangenen Projekts ist Mag. Alexander Stuchly von S+B Plan & Bau/Schertler Alge. Er ergänzt gegenüber den VN, dass das Konzept derzeit vermarktet wird. Anfragen liegen aus Deutschland und sogar aus China vor. Schertler verfügt bereits über entsprechende Erfahrung in Holz-Mischbauweise. [ VN ]
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