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[ 27.03.2010 ]
BTV: Mit „Vorsicht" auf ErfolgsspurAls „vorsichtige Bank" hat BTV 2009 zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte erzielt.Vorsicht scheint sich auszuzahlen. Die Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) ist das beste Beispiel dafür. Bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz in der BTV-Filiale in Wolfurt war „Vorsicht" ein häufig verwendeter Begriff. Etwa für die Bilanz selbst. So sprach Vorstandssprecher Peter Gaugg für das Jahr 2009 „von einer vorsichtigen Bilanz". Im sehr herausfordernden Geschäftsjahr sei am Ende das zweitbeste Ergebnis in der 105-jährigen Firmengeschichte zustande gekommen. Dies sei das Resultat des respektvollen Umgangs mit Geld und der aktiven Kundenansprache, so Gaugg und sein Vorstandskollege Matthias Moncher gestern. In Zahlen: Die BTV hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 51,3 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es 50,2 Millionen. Damit ist im schwierigen Jahr eine Steigerung von 2,3 Prozent zu verzeichnen. Die Bilanzsumme ist mit 8,465 Milliarden (minus 0,4 Prozent) auf Vorjahres-Niveau.
Hohe Eigenmittel-Versorgung 800,2 Millionen Euro - eine weitere, für die Bank sehr wichtige Zahl. Sie beziffert die Eigenmittel, die im Vergleich zum Vorjahr um 18,9 Prozent gestiegen sind. „Wir haben alles, was wir verdient haben, in die Eigenmittel gesteckt", so Peter Gaugg. Auch das zeigt, welche Bedeutung der Begriff „Vorsicht" bei der BTV hat. Damit liegt die Bank deutlich über dem „gesetzlichen Eigenmittelerfordernis". So kann die Bank ausschließen, bei der Refinanzierung in Schwierigkeiten zu geraten. Unverändert geblieben ist die Dividende. 7,5 Millionen Euro schüttet die BTV an Dividende aus - das entspricht 30 Cent pro Stückaktie.
Profis gefragt Bei den Privatkunden stellt die Bank zwei Tendenzen fest. Sehr gefragt sind nach wie vor sichere Spareinlagen. „Bei Aktien sehen wir den Trend hin zur professionellen Beratung", so Matthias Moncher. Kunden würden den Profi suchen, der für sie das Depot managt. Gewachsen ist bei der BTV das Firmengeschäft. Man habe über 400 neue mittelständische Unternehmen dazugewinnen können, so Peter Gaugg. 7420 Firmenkunden zählt die Bank, die 862 Mitarbeiter in vier Ländern beschäftigt, insgesamt.
Kaum Insolvenzen Eine weitere erfreuliche Bilanz zieht die regional stark verwurzelte Bank im Bereich von Kunden-Insolvenzen. Von insgesamt 263 Firmeninsolvenzen in Vorarlberg war nur ein Unternehmen BTV-Kunde. Bei den Privatinsolvenzen seien unter 579 Betroffenen nur 5 BTV-Kunden gewesen. Das spreche für die „Vorsicht" bei der Vergabe von Krediten. „Und diese Zahlen sprechen für die Beratungsqualität unserer Mitarbeiter", so Peter Gaugg weiter. Bei aller Vorsicht: Für das nächste Jahr erwartet sich der Banken-Vorstand weiteres Wachstum. Beim Ergebnis werde für 2010 eine Steigerung von 5 bis 7 Prozent angepeilt. [ VN -Michael Gasser ]
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