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[ 26.03.2010 ]
VKW will Anteile an VEG erhöhenVKW will Anteile an VEG auf 75 Prozent aufstocken. VEG-Übersiedelung nach Bregenz geplant.Erdgas Um Kosten zu sparen, soll die VEG in Zukunft näher an die VKW gebunden werden: Eine gemeinsame Nutzung der VKW-Infrastruktur und eine Übersiedelung der VEG von Dornbirn nach Bregenz werden vorbereitet. „Die VEG wird bestehen bleiben, es ist eine Unternehmenszusammenführung, ähnlich wie schon bei Illwerke und VKW geplant", erklärt Ludwig Summer, VKW-Vorstandsvorsitzender. Unternehmensbewertung Um diese Maßnahmen durchführen zu können, brauchen die VKW mindestens 75 Prozent der Anteile. Derzeit hält die VKW 71 Prozent. Bis Ende April solle eine Unternehmungsbewertung der VEG durch den Konzernwirtschaftsprüfer vorliegen. In den Folgemonaten werde man den an der VEG beteiligten Gemeinden und Privaten ein Übernahmeangebot vorlegen. Bis Ende September sollte die Anteilsübernahme abgeschlossen sein.
„Synergien nutzen" Da der Erdgas-Bereich in den kommenden Jahren mehr und mehr unter Druck geraten werde, wolle man jetzt „Synergien nutzen". Was heißt: „Von den IT-Systemen über die Verrechnung bis hin zu Messwesen und Kundenservice werden die Anforderungen immer komplexer. Die VKW als Stromversorger hat sehr ähnliche Anforderungen", sagt Summer. Infrastruktur und Einrichtungen könnten demnach gemeinsam genutzt werden. Deshalb werde auch eine Verlagerung des Standortes der VEG von Dornbirn nach Bregenz derzeit geprüft. Die Maßnahmen sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden. Was mit dem nur zehn Jahre alten Gebäude in Dornbirn passieren wird, sei noch unklar. „Wir werden uns um eine Nachnutzung bemühen. Das ist aber noch zu früh", meint Summer. Auch mit der Stadt Dornbirn wolle man Gespräche führen. Stellenabbau wäre jedoch nicht geplant: „Wir werden alle VEG-Mitarbeiter übernehmen", verspricht Summer. Niemand müsse um seinen Job fürchten. Grund für die Maßnahmen sei der erwartete Kundenrückgang: „Schon in den letzten Jahren ist der Anteil an Wärmepumpen bei Neubauten stark gestiegen, die Zahl der Neuanschlüsse bei Gasheizungen ist im Gegenzug stark gesunken. Durch das von allen Parteien im Landtag beschlossene Ziel, der Energieautonomie Vorarlbergs und die damit verbundene Konzentration auf heimische erneuerbare Energien wird Erdgas in Zukunft noch weniger gefördert. Zudem stellen Biomasse-Projekte in verschiedenen Gemeinden eine weitere Konkurrenz für Erdgas dar", rechtfertigt Summer. VEG-Geschäftsführer Erwin Kopf wurde am Donnerstag in einer Aufsichtsratssitzung über das Vorhaben informiert: „Mir wurde berichtet, dass es die Bewertung geben soll und die VKW ein Übernahmeangebot machen wird. Das ist ein Vorgang, der auf Eigentümerebene stattfindet. Andere Gremien werden hier nicht miteinbezogen. Das Ergebnis bleibt abzuwarten." [ VN-IB ]
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