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[ 17.03.2010 ]
Bilanz im Zeichen von ZuwächsenRaiffeisen-Erfolgsjahr: EGT 71,1 Prozent im Plus, mehr Kundeneinlagen, höhere Bilanzsumme und Top-Rating.
Raiffeisen-Bilanz. Das Plus vor den Zahlen zaubert dem Vorstand der Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg ein Lächeln ins Gesicht. 2009 geht als Erfolgsjahr in die Bücher. Die Regionalbank hat nach dem Einbruch im Krisenjahr 2008 wieder Boden gutgemacht. Vorstandsvorsitzender Wilfried Hopfner spricht von einem erfreulichen Ergebnis. Die Bilanzsumme hat sich auf 10,6 Milliarden Euro erhöht (plus 1 Prozent), die Einlagen von Kunden inklusive Eigenemissionen sind um 4,8 Prozent auf 6,678 Milliarden gestiegen. Auch die weitere Bilanz liest sich als Erfolgsgeschichte. Plus bei Forderungen an Kunden (1,7 Prozent), Plus bei Wertpapieren im Eigenbestand (9,7 Prozent), Plus beim Eigenkapital (5,6 Prozent), Capital Ratio um 1,1 Punkte gestiegen. Die Liste ließe sich so fortsetzen. Das einzige Minus in der Bilanz scheint beim Betriebsergebnis auf. Die Betriebserträge reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent auf 252,2 Millionen Euro. Dies sei vor allem auf ein deutlich reduziertes Zinsergebnis zurückzuführen, so Wilfried Hopfner. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wiederum ist deutlich gestiegen. Im Krisenjahr 2008 lag es nach einem 60-Prozent-Einbruch bei 26,3 Millionen Euro. 2009 freuen sich die 24 autonomen Raiffeisenbanken und die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg über eine Steigerung von 71,1 Prozent auf 45 Millionen Euro. Hinter den Zahlen steckt eine wiedererstarkte Regionalbank, die in einem kritischen Bankenjahr einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Region beigetragen habe, so Hopfner weiter.
Fremdwährungs-Kredite Eine klare Sprache gibt es bei den Raiffeisenbanken auch, was Frankenkredite anbelangt. „Bei Neugeschäften wird es keine endfälligen Fremdwährungskredite mit gleichzeitigem Aufbau eines Tilgungsträgers mehr geben können", so Vorstandsdirektor Richard Erne. Grenzgänger und Kunden mit entsprechender Bonität würden weiter Franken-Kredite auf Basis einer monatlichen Rückzahlung erhalten. Bei bestehenden Krediten gebe es keine Änderungen.
Starke Zuwächse Zufriedenheit herrscht bei Raiffeisen über das Firmengeschäft. Die Raiffeisenlandesbank konzentriere sich vor allem auf die Top-250-Unternehmen des Landes. „Wir haben mit 55 Prozent dieser Unternehmen Geschäftsbeziehungen", so Johannes Ortner, Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden. Vor einigen Jahren sei der Wert bei knapp 20 Prozent gelegen. Ortner spricht zwar von einer Zurückhaltung bei Neuinvestitionen, das Kreditvolumen im Bereich Firmenkunden habe sich im Vorjahr dennoch um 15 Prozent erhöht. Die aktuelle Wirtschaftslage schätzt Johannes Ortner als vorsichtig optimistisch ein, die heimische Wirtschaft habe eine erfreulich robuste Struktur. „Aktuell verspüren wir einen gewissen Optimismus in Vorarlberger Unternehmen. Zurückgestelle Investitionen werden neu angegangen und konkretisiert", so Ortner weiter.
A1-Rating Zur guten Stimmung des Raiffeisen-Vorstandes trägt aktuell das Ergebnis eines umfassenden Prüfungsverfahrens einer der größten und bekanntesten RatingAgenturen der Welt, Moodys, bei. „Mit dem Ergebnis A1 stellt uns Moodys ein sehr gutes Rating aus", freut sich Hopfner, der für 2010 mit einem leicht verbesserten Betriebsergebnis und einem auf 2009er-Niveau liegenden EGT rechnet. [ VN ]
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