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[ 28.01.2010 ]

Konjunkturumfrage 4. Quartal 2009 - Vorarlberger Industrie: Die Krise ist noch nicht überwunden.

Nur leichter Optimismus bei den Ländle-Unternehmen - der Weg zur Konjunkturerholung ist noch weit.

Das Konjunkturbarometer der Vorarlberger Industrie zeigt Anzeichen einer Besserung gegenüber dem Tiefststand vor exakt einem Jahr und ist erstmals wieder leicht im Plus. Der Geschäftsklimaindex hat sich gegenüber dem 4. Quartal 2008 zwar deutlich verbessert, liegt allerdings noch auf einem tiefen Niveau.

Von einer Erholung zu sprechen, wäre aber noch zu früh, meint DI Christoph Hinteregger, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer: „Die globale Wirtschaftslage ist nach wie vor sehr unsicher. Vor uns liegen ein weiter Weg zur Konjunkturerholung und viel Arbeit."

  

Die Vorarlberger Unternehmen und ihre Mitarbeiter hätten sich laut DI Hinteregger im vergangenen Jahr höchst solidarisch gezeigt und Enormes geleistet, um die Krise zu überwinden. Die Industrie brauche jetzt mehr denn je vernünftige Rahmenbedingungen. „Die Lage verträgt jetzt weder zusätzliche Steuern, noch ein weiteres Hinauszögern der Verwaltungsreform. Der Staat muss effizienter werden", fasst Hinteregger die wesentlichen Konsequenzen für die Politik zusammen.

  

An der Konjunkturumfrage, die quartalsweise gemeinsam von der Industriesparte der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Industriellenvereinigung (IV) durchgeführt wird, haben sich 47 Unternehmen mit insgesamt 21.448 Beschäftigten beteiligt. 14 Prozent der Befragten melden im 4. Quartal 2009 eine schlechte Geschäftslage, 70 Prozent eine durchschnittliche und nur 16 Prozent eine gute Geschäftslage. Der entsprechende Saldowert ist gegenüber dem Vorquartal mit nunmehr +2 Punkten leicht besser.

Geringfügig besser ist die Prognose zur Geschäftslage in sechs Monaten: 68 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass die Geschäftslage auf dem vergleichsweise tiefen Niveau bleiben wird, 11 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung bis zur Jahresmitte, aber immerhin 21 Prozent mit einer günstigeren Geschäftslage.

 

Der derzeitige Auftragsbestand wird ähnlich schlecht beurteilt wie im letzten Quartal:

20 Prozent der Betriebe bezeichnen ihn als gut, 59 Prozent als durchschnittlich und

21 Prozent als schlecht. 

 

Negativ ist die Entwicklung der Auslandsaufträge, wo sich der Saldo von +7 im dritten Quartal auf -3 im vierten Quartal 2009 verschlechtert hat: 20 Prozent der Industrieunternehmen berichten von einer schlechten Lage bei den Exportaufträgen,

 

63 Prozent von einer durchschnittlichen und nur 16 Prozent von einer guten. Unverändert pessimistisch sind die Erwartungen in Bezug auf die Verkaufspreise in drei Monaten: 37 Prozent der Unternehmen glauben an fallende Preise, 55 Prozent rechnen damit, dass die Verkaufspreise gleich bleiben werden und nur 8 Prozent gehen von steigenden Preisen aus.

 

Die Produktionstätigkeit in drei Monaten wird von 14 Prozent als steigend, von

58 Prozent als gleichbleibend und 28 Prozent als abnehmend bezeichnet. Hinsichtlich der Erträge stehen die Unternehmen nach wie vor unter Druck: Die derzeitige Ertragssituation wird von 35 Prozent der Befragten als durchschnittlich, von 38 Prozent als gut und von 27 Prozent als schlecht bezeichnet. Der entsprechende Saldo liegt bei +11 Prozentpunkten und ist damit einer der wenigen klar positiven Ergebnisse dieser Umfrage.

 

Die Ertragssituation in 6 Monaten schätzen 89 Prozent gleichbleibend, 6 Prozent schlechter und 5 Prozent besser ein.

 

Die unverändert gedämpften Aussichten wirken sich auch auf die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in 3 Monaten aus, auch wenn es die Absicht der Unternehmen ist, möglichst viele Mitarbeiter trotz der noch immer fehlenden Aufträge zu halten:

79 Prozent der Vorarlberger Industrieunternehmen rechnen daher mit einem  Gleichbleiben der Mitarbeiterzahlen. 14 Prozent erwarten sinkende Mitarbeiterzahlen und nur 7 Prozent sehen zusätzlichen Bedarf an Mitarbeitern.

 

 

 

Rückfragen:


SPARTE INDUSTRIE

WIRTSCHAFTSKAMMER VORARLBERG

Tel. 05522 305-220,

E amann.michael@wkv.at


[ Mag. Michael Amann, Sparte Industrie, Wirtschaftskammer Vorarlberg ]






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