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02.02.2012

Eimer, die dicht halten

Fries entwickelt preisgekrönte Kunststoff­gebinde für den internationalen Markt.

Was bei anderen im Eimer ist, sorgt beim Sulner Unternehmen Fries mitunter für einen Innovationsschub. Ein Beispiel ist der Barrierekunststoffeimer, für dessen Entwicklung Geschäftsführer Martin Rhomberg im vergangenen Herbst den von der „Austrian Cooperative Research" verliehenen Kooperationspreis 2011 entgegennehmen konnte. Die Besonderheit: Er verfügt über eine sehr hohe Dichtheit, sodass Güter erstmals auch in großen Kunststoffgebinden qualitätsgerecht gelagert werden können. „Das war bisher nur durch eine Glas-Alu-Kombination möglich", sagt Rhomberg, dessen Liste an preisgekrönten Entwicklungen lang ist. Da gibt es auch noch die ableitfähigen Kunststoffgebinde. „Jeder kennt es, wenns beim Ausziehen der Jacke oder des Pullovers knistert und funkt, weil man sich elektrostatisch aufgeladen hat", nennt Rhomberg ein bekanntes Szenario. In einem Raum mit hoher Explosionsgefahr kann dies fatale Folgen haben. Der von Fries entwickelte leitfähige Eimer verhindert die elektrostatische Aufladung und sorgt damit für eine hohe Sicherheit.

 

In der Formel 1 vertreten

Das 70 Mitarbeiter zählende Unternehmen stellt jedoch nicht nur Eimer, Fässer und Kanister für den Transport gefährlicher Güter her. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Rack System. Es handelt sich dabei um sogenannte Mehrwegtransportbehälter aus Kunststoff, die vor allem in der Event-Gastronomie zum Einsatz kommen. „Einer unserer Kunden ist Attila Dogudan, der unter anderem das Catering für die Formel 1 organisiert", so Rhomberg. Der Vorteil des Rack System ist, dass Gläser, Teller und Co nicht nur gelagert und transportiert werden können, sondern auch in gewerbliche Spülmaschinen passen. Auch hierfür erhielt der innovative Verpackungshersteller bei der Staatspreisverleihung den Sonderpreis der ARA Systems verliehen. Das schon vor 117 Jahren gegründete Unternehmen hat aber noch einen besonderen Clou parat. Und zwar werden verschiedenste Folienaufschriften mit Kunststoffbechern vermolzen, die anschließend auf Live-Konzerten oder Fußballplätzen zum Einsatz kommen. So stillten etwa drei Million dieser Mehrwegbecher bei der Fußball-WM in Deutschland nicht nur den Durst der Fans, sondern weckten auch noch die Sammelleidenschaft.

 

Hohes Material-Know-how

Die von Fries verwendeten Materialien wie Polyethylen und Polypropylen sind umweltgerecht zu entsorgen, tragen durch ihre Wiederverwertbarkeit den Umweltgedanken des Unternehmens, dessen Ursprünge in der Herstellung von Garnspulen liegen. Damals wie heute bedient Fries Marktnischen, für die durch das hohe Material-Know-how entsprechende Lösungen gefunden werden.


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